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Wir sind wieder in der nahegelegenen Eifel wandern gewesen

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Letzten Sonntag ging es für uns in die Eifel zum Wandern. Genauer in die Nordeifel, wir wollten mal wieder im Gebiet des Rursees wandern. So haben wir in der App Komoot nach einer passenden Wanderung gesucht. Komoot hat uns die ausgesuchte Tour, als eine der 20 schönsten Wandertouren um Einruhr angezeigt. Wir waren gespannt, ob das auch stimmt und sind Sonntag früh los Richtung Eifel.

  Inhalt:

  1. Daten zur Wanderung
  2. Einruhr
  3. Oberseestaudamm
  4. Urfttal
  5. Urftstaumauer
  6. Altes Militärgelände
  7. Zurück nach Einruhr
  8. Fazit

 

 

 

 

 

 

 

 

Daten zur Wanderung

  • Länge 15,5 km
  • Zeit ca 4,5 Stunden
  • 250 Höhenmeter rauf und auch wieder runter
  • die Tour ist als mittelschwer gekennzeichnet, da einige kleinere Anstiege anstehen
  • Wegbeschaffenheit: Wald- und Wirtschaftswege, Asphalt
  • Wanderschuhe
  • Verpflegung mitnehmen
  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • kostenpflichtiger Parkplatz in Einruhr an der Oberseebrücke

 

Einruhr

Unsere Wanderung sollte in Einruhr, in der Nordeifel, starten. Einruhr ist ein schöner, kleiner, staatlich anerkannter Erholungsort und liegt direkt am Nationalpark Eifel. Der Ort ist gleich am Rursee gelegen und von ihm aus kann man viele schöne Wanderungen unternehmen. Es gibt verschiedene Restaurants und Cafes, in die man, nach dem Wandern, noch einkehren kann. Einen kostenpflichtigen Wanderparkplatz findet man gleich an der B266, direkt neben der Oberseebrücke.

Dieser Parkplatz sollte auch unser Startpunkt sein. Wir haben ein Parkticket gezogen, die Wanderschuhe geschnürt und sind, bei wunderschönem Herbstwetter, los. Zuerst mussten wir die Oberseebrücke, auf der Parkplatz Seite, überqueren und gleich dahinter ging es rechts in einen Uferweg ab. Auf diesem Uferweg wanderten wir ein Stück lang, unterhalb der Bundesstraße, weiter. Der Blick auf Einruhr ist von dieser Seite aus wunderschön. Der Weg schlängelt sich immer weiter am Ufer entlang und man hat einen tollen Blick auf den Rursee und die andere Uferseite, auf der sich die Dreiborner Hochfläche befindet.

Irgendwann führte uns der Wanderweg eine bewaldete Anhöhe hinauf, an deren Ende es rechts weiter über eine Freifläche ging. Von dort aus hatten wir wieder einen wunderschönen Blick über die herbstliche Berglandschaft. Kurz darauf haben wir auch schon den Oberseestaudamm erreicht.

Bunte Herbstfarben

Oberseestaudamm

Wenn man auf den Oberseestaudamm zuwandert, schaut man gleich in den gegenüberliegenden Ort Rurberg. Wir wanderten aber nicht in diese Richtung, sonder gingen links über den Staudamm weiter. Hier oben konnte man sehr schön auf den Rursee schauen, der aber, auf der Seite von Rurberg, nur noch ganz wenig Wasser führte. Nachdem wir auf dem Staudamm ein wenig Sonne genossen haben und eine Kleinigkeit gegessen haben, ging wir weiter an das andere Ufer. Dort angekommen sagt uns die App Komoot, dass wir nach rechts weiter den Uferweg entlang wandern sollten.




Urfttal

Hier führte uns der Wanderweg ins schöne Urfttal. In diesem schönen Tal schlängelt sich die Rur ein wenig enger durch die bergige Landschaft. Der Weg führte uns immer durch den, in Herbstfarben schimmernden, Wald, gleich am Ufer entlang. Diesen wunderschönen Wanderweg folgten wir bis zur nächsten Staumauer, der Urftstaumauer.

 

Urftstaumauer

An dieser Staumauer gab es gleich am Anfang die Möglichkeit, eine Rast im „Ausflugslokal Urfttalsperre“ einzulegen. Wir wollten aber gleich weiter über die, 58,5m hohe und 226m lange, Staumauer wandern. Von der Staumauer aus, gab es viel zu sehen. Wir konnten den Urftsee überblicken, welcher auch wieder sehr wenig Wasser führte.

Genau gegenüber, auf der anderen Seite, liegt die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang. Die Anlage diente, von 1936 bis a939 der NSDAP als Schulungsstätte und ging nach dem Zweiten Weltkrieg in britische Hand über. Von 1950 bis 2005 nutzten dann Belgische Streitkräfte die Ordensburg als Truppenübungsplatz. Seit Januar 2006 ist sie wieder im Besitz des Bundes und hat jetzt den Namen „Vogelsang Internationaler Platz„. Es wurde ein NS-Dokumentationszentrum und ein Nationalparkzentrum Eifel eingerichtet. Auch von dort aus, kann man sehr schön wandern.

Außerdem konnten wir von der Urftstaumauer aus noch den Kermeter und die Wüstung Wollseifen sehen.

Altes Militärgelände

Nachdem wir die Urftstaumauer überquert haben, führte uns der Wanderweg zunächst wieder ein Stück weit durch den Wald und an der Rur vorbei.  Leider war von dort an auch Schluß mit dem schönen Wetter und es fing an zu regnen. Im Regen durchquerten wir dann das alte Militärgelände. Hier sah man von der ehemaligen militärischen Nutzung nichts mehr. An einigen Stellen im Nationalpark sind jedoch noch große Teile mit alten Munitionsresten belastet. Diese Bereiche sind eingezäunt und mit Warnschildern versehen. Das Betreten ist dort strengstens verboten!

 

Zurück nach Einruhr

Bei Regenwetter ging es dann nur noch, die ca. 2,5km, im schnellen Schritt zurück nach Einruhr und zu unserem Auto.

Rursee

 

Fazit

Ich muss sagen, Komoot hatte nicht ganz unrecht damit, uns die Wanderung, als eine der 20 schönsten um Einruhr anzuzeigen. Die Wanderung um den Rursee Obersee hat uns wirklich sehr gut gefallen. Wir hatten traumhaft schönes Herbstwetter und waren auf einer abwechslungsreiche Tour, durch herrliche Natur, unterwegs! Ich kann die Wanderung nur weiterempfehlen. Beim nächsten mal, würde ich mir vielleicht noch ein wenig mehr Zeit an der Urftstaumauer einplanen. Gut verbinden kann man die Tour auch mit einem Abstecher nach Vogelsang oder zur Burg Satzvey.

 


Bist Du schon einmal im Nationalpark Eifel gewandert? Vielleicht sogar diese Tour? Berichte mir doch gerne davon!

Meine Tour auf Komoot findest du hier!

Hier noch das Video zur Wanderung auf YouTube:


Kennst Du schon meinen Bericht zu unserer Wanderausrüstung, die wir auf unseren Wanderungen und Wandertouren nutzen?

Du kannst ihn hier finden!

Am Sonntag waren wir das erste Mal auf dem Eifelsteig unterwegs und sind gleich mit der 2. Etappe gestartet! Die 2. Etappe hatte ich uns ausgesucht, da mir die 1. Etappe zu kurz für unseren Wandersonntag war.

Die Etappe führt über 17,1km von Roetgen, über Waldwege und durch das Hohe Venn, nach Monschau. Sie ist die einzige Etappe des Eifelsteigs, die auch ein Stück außerhalb Deutschlands verläuft und durch Belgien geht.

Um 9 Uhr ging es mit dem Auto von Köln los Richtung Eifel. Dort angekommen, haben wir an der Wanderstation geparkt und sind los.

Doch bevor es richtig los ging, war erst einmal suchen angesagt! Das Schild, zum Einstieg auf den Eifelsteig, war ein klein wenig versteckt unter Blättern. Ein netter Eifelsteig-Wanderer hat uns aber schnell weitergeholfen, den Weg zu finden.

Vorbei an der Therme Roetgen und durch ein Wohngebiet, führte uns der Weg entlang schöner Weiden und Wiesen, bis nach Belgien. Auf belgischer Seite gelangt man dann in einen Wald, den wir teilweise über Holzstege durchwandert haben. Hier in Belgien ändert sich auch das Symbol des Eifelsteigs auch in zwei grüne und gelbe Balken.

Aus dem Wald raus, ging es an dessen Rand entlang und wieder an Weiden und Wiesen vorbei. Wir überquerten den Steinbach und eine asphaltierte Straße führte uns, ein kurzes Stück aufwärts, nach links auf einen Waldweg zurück.

Kurz darauf erreicht man den Reinartzhof. Hier bietet es sich an, eine kleine Rast einzulegen und die Natur ein wenig zu geniessen. Es gibt ein paar Bänke und eine kleine Schutzhütte. Wir sind aber gleich weiter gewandert.

Für mich kam jetzt ein etwas langweiliger Part des Eifelsteigs. Es geht über Kilometer nur geradeaus. Zuerst weiter durch den Wald und dann ein langes, kerzengerades Stück durch das Hohe Venn. Diese lange Gerade immer vor Augen hat sich schon ziemlich hingezogen! Auch war ich ein klein wenig enttäuscht, da ich mit dem Hohen Venn immer niedrige Moorlandschaft und Holzstege in Verbindung bringe. Diese liegen wohl etwas abseits des Eifelsteigs.

Nach diesem nicht enden wollenden Weg, ging es Richtung Steling, dem höchten Punkt der Etappe mit 658m. Hier hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Nationalpark Eifel. Von dort aus folgten wir wieder der Landesgrenze, zwischen Deutschland und Belgien, bis zu „Kaiser Karls Bettstatt“. Dahinter ging es zurück auf deutschem Boden, was an dem wieder geänderten Eifelsteigsymbol zu erkennen war.

Kurz vor der Ortschaft Müzenich, etwas oberhalb gelegen, gibt es einen kleinen Aussichtsturm. Von dort oben hat mein eine tolle rundumsicht über das Hohe Venn. Wir haben den kleinen Ort Mützenich passiert und sind, entlang des Laufenbachs, weiter nach Monschau gewandert. Kurz vor Monschau mussten wir nur noch die B258 überqueren und eine Treppe hinunter zum Restaurant Felsenkeller nehmen. Hier führte uns das letzte Stück entlang der Rur, zu unserem Ziel, historische Altstadt Monschau.

Doch bevor wir uns die Altstadt angeschaut haben, haben wir uns noch kurz in einem Cafe mit Waffeln und Tee gestärkt.

Die historische Altstadt ist mir ihren Fachwerkhäusern sehr idyllisch und schön anzuschauen. Auch am Sonntag haben hier die kleinen Läden geöffnet und es gibt eine große Auswahl an Cafes und Restaurants.

Nachdem wir uns in Monschau umgesehen haben, sind wir mit dem Bus zu unserem Startpunkt in Roetgen zurück gefahren. Die Busse fahren sonntags stündlich und halten in Roetgen direkt vor der Wanderstation, an der wir unser Auto geparkt hatten. Das nächste mal werden wir es umgekehrt machen und das Auto am Zielort abstellen und mit dem Bus zum Startpunkt fahren.


Fazit

Eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung auf dem Eifelsteig, vorbei an Wald und Wiese, mit dem schönen Örtchen Monschau als Ziel. Das einzige negative war wirklich, die langweilige, lange Strecke durch das Hohe Venn.


Infos zur Etappe:

Start: Roetgen

Ziel: Monschau

Streckenlänge: 17,1 km

Dauer: ca. 04:30 h

Schwierigkeitsgrad: mittel

Aufstieg: 373 m

Abstieg: 384 m


Normalerweise fotografiere ich auf unseren Wanderungen sehr viel. Diesesmal jedoch, habe ich fast ausschließlich gefilmt. So ist mein allererster Vlog für YouTube entstanden! Deswegen gibt es, statt vielen Fotos, mein YouTube Video:

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