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So schön ist es im Nationalpark Müritz

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Von Umwegen, einem Turm und leckerem Kuchen

Wir wollten den Nationalpark Müritz nicht nur wandernt erkunden, sondern auch mit dem Fahrrad. Normalerweise nehmen wir unsere eigenen Fahrräder immer mit in den Urlaub, aber da wir nicht genau wussten, wie oft wir die Fahrräder brauchen würden, haben wir sie diesmal nicht mitgenommen. So hieß es dann für uns, bevor es losgehen konnte, erst einmal Fahrräder ausleihen.

Die Tour

Unsere Fahrradtour sollte uns von Waren aus einmal Rund durch den Nationalpark Müritz führen. Es sollte über Federow und Speck zu unserem Zwischenstopp am Käflingsbergturm gehen. Nach einem kurzen Abstecher auf den Turm, wollten wir dann weiter nach Boek. In Boek war eine kleine Pause eingeplant, um dann frisch gestärkt durch den Wald wieder zurück nach Speck und von dort aus weiter zu unserem Ausgangspunkt nach Waren zu fahren.

Der Fahrradverleih

Den Abend vor unserer geplanten Fahrradtour, habe ich im Internet nach Fahrradverleihern in Waren recherchiert und dabei bin ich auf den Fahrradverleih von Zweirad Karberg gestoßen. Da es für uns nur ein ganz normales Damen- und ein Herrenfahrrad werden sollten, war dieser Fahrradverleiher eine günstige Wahl.

Am nächsten morgen ging es dann auch schon früh los. Von unserer Ferienwohnung aus, war der Fahrradverleih ganz leicht zu Fuß zu erreichen. Die Ausleihe der Fahrräder lief schnell und unkompliziert ab und wir konnten uns schon nach wenigen Minuten auf die Sättel schwingen. Zu den Fahrrädern gab es kostenlos je ein Fahrradkörbchen und ein Fahrradschloss.

Schnell noch einmal die Karte studiert und los konnte es gehen.

Umwege

Den Weg Richtung Nationalpark haben wir recht gut gefunden und sind dann auch gleich bei der ersten Möglichkeit in diesen abgebogen. Leider war das ein Fehler. Die Karte hatten wir wohl doch nicht so gut studiert. Wir sind immer weiter in den Wald hinein gefahren und mussten irgendwann anhalten, um zu schauen, wo wir uns denn nun befinden und vor allem, wie es wieder auf den richtigen Weg zurück geht.

Nach einigem Suchen, und einem Umweg von 10 Kilometern, sind wir schließlich in Federow angekommen. Hier haben wir an der Nationalpark-Information Federow halt gemacht. Dort gibt es einen kleinen Shop und man kann, über eine Kamera, Live in einen Fischadlerhorst in der Nähe schauen. Außerdem werden von dort aus verschiedene Führungen, wie z.B. zu den Fischadlern, angeboten.

Auf dem richtigen Weg

Von Federow aus, ging es dann endlich auf dem geplanten Weg weiter. Ein Stück Straße entlang und vorbei am Schwarzenhof und am Mühlensee, weiter durch den Wald bis zum Abzweig Käflingsbergturm. Hier mussten wir die Fahrräder abschließen und das letzte Stück bis zum Turm zu Fuß weiter gehen. Der Turm befindet sich auf dem 100m hohen Käflingsberg und man muss 167 Stufen bis zur Spitze hinaufklettern. Die Stufen hinauf zu klettern lohnt sich aber definitiv, man hat von dort oben aus einen wunderschönen Rundumblick über den Nationalpark, bis hin zur Müritz.

 

Vom Käflingsbergturm aus hat man einen tollen Rundumblick!

Weiter nach Boek

Nachdem wir die Aussicht auf dem Turm einige Zeit lang genossen haben, ging es wieder zurück zu den Fahrrädern. Unser nächstes Ziel sollte das kleine Örtchen Boek sein. Dort wollten wir einkehren und eine etwas längere Pause einlegen. Durch viel Wald, und am Priestbäker See vorbei, fuhren wir einige Kilometer nur durch schönen, herbstlichen Wald. Von dem See konnte man leider nicht wirklich viel sehen, er hat sich gut im Wald versteckt.

Der Ort Boek war viel kleiner als gedacht. Mit Hunger im Bauch haben wir uns dann auf die Suche nach einem Cafe gemacht. Lange mussten wir in dem kleinen Ort allerdings nicht suchen und wir sind an einem süßen, kleinem Cafe angekommen, dem Kutschercafe. Hier haben wir jeder ein verdientes Stück leckeren Kuchen gegessen, dazu gab es Latte Macchiato und Kakao.

Der Rückweg

Frisch gestärkt haben wir uns auf den Rückweg in Richtung Waren gemacht. In Boek ging es erst einmal auf die Boeker Straße, auf der wir ein Stück weit fuhren. Nach einigen Kilometern geht diese in einen Waldweg über, dem wir, immer vorbei am Hermannskanal, durch eine abwechslungsreiche Waldlandschaft folgten. Unterwegs gab es immer wieder etwas zu sehen. So kamen zum Beispiel in einigen Abständen kleine Aussichtstürme, von denen man einen wunderschönen Ausblick in verschiedene Bereiche des Nationalparks hatte.

Der Waldweg führte uns bis zum Schwarzenhof zurück und von dort ging es, wie auf dem Hinweg, die Straße entlang in Richtung Federow. Wir fuhren aber nicht nach Federow hinein, sonder bogen vorher links ab, in einen asphaltierten Feldweg. Diesem folgten wie einige Zeit, bis wir wieder in den Wald hinein kamen. Von da an ging es nur noch gerade aus, bis zum Ende des Nationalparks. Jetzt mussten wir nur noch einige Kilometer durch die Straßen von Waren fahren, vorbei am wunderschönen Warener Hafen, bis zum Fahrradverleih in der Altstadt zurück.Wir waren am Ende unserer unglaublich schönen Fahrradtour angekommen und sind insgesamt 53km unterwegs gewesen.

Fazit zur Fahrradtour

Ich kann die Tour wirklich nur empfehlen. Wir sind durch eine abwechslungsreiche und wunderschöne Landschaft gefahren und haben sehr viel gesehen. Das Wetter war natürlich auch traumhaft an diesem Tag, mit viel Sonne und warmen Temperaturen. Generell kann man die Gegend um die Mecklenburgische Seenplatte sehr gut mit dem Fahrrad erkunden und beim nächsten mal werden definitiv die eigenen Fahrräder mitgenommen.


Lese doch auch, wie unser Urlaub an der Müritz war.

Auf dem Rückweg von der diesjährigen TourNatur Messe in Düsseldorf, haben wir im Auto überlegt, wo unser Herbsturlaub hin gehen soll. Es sollte in eine Region in Deutschland gehen, in der wir noch nicht gewesen sind!

Nach einigem hin und her überlegen, haben wir uns für die Müritz entschieden. Und warum gerade für die Müritz? Ganz einfach. In unserem Sommerurlaub im österreichischen Pinzgau, haben unsere Berliner Ferienwohnungsnachbarn von der Müritz erzählt. Sie hatten dort dieses Jahr schon einen Kurztrip hin unternommen, ist ja von Berlin aus nicht ganz so weit.

Noch während der Autofahrt habe ich auf Traumferienwohnungen.de nach passenden Unterkünften an der Mecklenburgischen Seenplatte geschaut. Schon auf der ersten Seite ist mir eine traumhafte Ferienwohnung aufgefallen, mit Blick auf die Müritz! Sofort habe ich eine Anfrage verschickt und nach ein paar Minuten kam gleich die Antwort – die Wohnung war noch zu haben. Perfekt! Also habe ich direkt gebucht, ohne genau zu wissen, in welchem Ort sie eigentlich liegt. Ich habe mir dann noch einmal in die Beschreibung auf Traumferienwohnung.de angeschaut, bin dem dortigen Google Maps Link gefolgt und in Waren gelandet. Ein schönes, knapp 22.000 Einwohner kleines, Städtchen. Das sah auf der Homepage doch schon einmal gut aus!

So ging es dann vorletzen Samstag los nach Waren. Groß vorher geplant, was wir genau unternehmen wollen, hatten wir nicht. Über Instagram habe ich zwar schon ein paar gutes Tipps, zu Ausflugszielen und Fotospots bekommen, das war aber auch schon alles. Wir wollten vor Ort schauen, was wir machen.

In unserer Ferienwohnung angekommen, waren wir erst einmal sprachlos. Sie war noch schöner, als es auf den Fotos im Internet zu erkennen war. Hier konnte man sich definitiv eine Woche wundervoll erholen!

Schnell hatten wir alles ausgepackt und uns für die Woche eingerichtet. So konnten wir gleich los und Waren erkunden. Bei wunderschönem Herbstwetter, wir konnten bis einschließlich Dienstags im T-Shirt herum laufen, haben wir uns auf den Weg gemacht.

Vor unserer Haustür verlief direkt ein schöner Spazierweg, an der Müritz entlang, in Richtung Hafen und Altstadt. Übrigens ist die Müritz der größte, innerhalb Deutschlands gelegene, See! Der Hafen in Waren hat uns gut gefallen. Er ist klein, mit Fahrgastschifffahrt und Bootscharter Möglichkeiten und mit Restaurant und Cafés. Auch die Altstadt ist nicht sehr groß, aber gemütlich mit dem Marktplatz und einigen Geschäften. Ansonsten gibt es noch verschiedene Museen, Kirchen, das alte Rathaus und viel Kunst zu sehen.

Einkaufen und Restaurants

Einkaufsmöglichkeiten sind in der Altstadt, wie auch in ganz Waren, reichlich vorhanden. Restaurants gibt es auch einige, wir haben sehr gut im Ratskeller und im Restaurant Venezia – direkt am Hafen – gegessen.

Natur

Die Natur um die Müritz, vor allem auch im Müritz Nationalpark, ist einzigartig! Alleine die vielen Seen, der große Wald und die verschiedenen Tiere, sind definitiv einen Besuch wert. Der Müritz Nationalpark besteht zu 70% aus Wald, zu 13% aus Wasser und der Rest sind Moore, Wiesen und Weiden. Naturpark-Ranger bieten jeden tag Führungen zu verschiedenen Themen an, z.B: Kranich Führungen oder Seeadler Beobachtungen. Tiere gibt es unzählige verschiedene. Das ist schon fast Rekordverdächtig! Es gibt:

  • 54 Säugetierarten
  • 214 Vogelarten
  • 16 Reptilien- und Amphibienarten
  • 26 Fischarten
  • 61 Spinnenarten
  • 625 Nachtschmetterlingsarten
  • 171 Laufkäferarten

Uns sind am meisten die unzähligen Vögel aufgefallen, die auch nicht zu überhören waren.

Und überall findet man kleine bis große Aussichtstürme, von denen aus man sich die Natur aus einer anderen Perspektive anschauen kann.

Fotografieren

Zum fotografieren gab es für mich so einiges. Am liebsten aber habe ich, die Sonnenuntergänge gleich vor unserer Haustür fotografiert. Natürlich gab es auch im Wald oder vom Wasser aus so einiges zu fotografieren! Mit der Drohne konnten wir leider nicht fliegen, dass ist in Naturparks verboten, was natürlich auch richtig so ist! Aber bei einem kleinen Abstecher zur Ostsee, konnten wir sie dann doch noch fliegen lassen und ein wenig filmen und fotografieren.

Outdooraktivitäten

Ich persönlich würde das nächste mal eher im Sommer an die Müritz fahren. Man kann dann die Natur noch viel besser vom Wasser aus erkunden. Es gibt zu der Zeit die Möglichkeit, kleine Boote, Kajaks, SUB’s oder Kanus auszuleihen. Jetzt im Herbst hatten leider schon die Bootsverleiher zu. Ein weiteres empfehlenswertes Fortbewegungsmittel, um die Gegend zu erkunden, ist das Fahrrad. In Waren gibt es verschiedene Fahrradvermietungen. Wir haben uns für einen Tag Fahrräder bei Zweirad Karberg ausgeliehen. Die Fahrräder waren von Kettler und in einem Top Zustand. Das Ausleihen verlief unkompliziert und die Preise waren auch vollkommen in Ordnung!

Wandern

Zum Wandern fand ich es nicht so schön, vielleicht haben wir auch einfach die flache Wanderung erwischt!? Über Komoot habe ich die 20 schönsten Wanderungen rund um waren angezeigt bekommen und ich habe uns eine herausgesucht, die gut klang und die man gleich von unserer Ferienwohnung zu Fuß starten konnte. Leider würde ich diese nicht unter die 20 schönsten wählen und ich hoffe, dass es noch viel schönere dort gibt!

Ein Blogpost zu unserer Radtour durch den Müritz Nationalpark und weitere zu unserem Besuch im Bärenpark, unserem Urlaubsbesuch, einer Schifffahrt und einem kleinen Abstecher an die Ostsee folgen!

Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub, in einer tollen Region und mit traumhaftem Wetter!

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